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Bergwandern: "Rund um den Königsee" 5-tägige Bergwanderung von Berghütte zu Berghütte

Überblick: In dem Gebiet läßt sich eine vielfältige Bergwanderung mit Übernachtung in den Berghütten für verschiedene Schwierigkeitsgrade zusammenstellen. Im Zentrum steht dabei der malerische Königssee, um den man auf den umliegenden Bergen herumwandert! Dabei bewegt man sich um Naturpark Berchtesgadener Land.

Karten- und Buchmaterial:    
Kompass Karten :
Berchtesgadener Land,...

Kompass Karten Verlag
Erschienen: 2003

Berchtesgadener Alpen
204 Seiten
Bergverlag Rother
Erschienen: 2001

Hinweis: Bergwandern erfordert Vorsicht und körperliche Fitness. Beachten Sie die Hinweise in der Broschüre "Bergwandern - sicher und Umweltbewußt" herausgegeben vom Bayerischen Innenministerium.

1. Tag Ahornkaser - Purtschellerhaus ~ 40 min / ~ 250 Höhenmeter
Ein kleiner Spaziergang für den ersten Tag, genau richtig um nach der langen Fahrt sich einen Vorgeschmack auf die nächsten Tage zu holen. Startpunkt ist ein kleiner Parkplatz an der Roßfeld-Ring-Straße, einer gebührenpflichtigen Panoramastraße. Der Parkplatz liegt direkt an der Straße nicht unweit eines Gasthofes Ahornkaser, von hier aus ist das Purtschellerhaus bereits zu sehen. Vom Parkplatz etwa 30 meter die Straße entlang, dann führt ein Weg ab. Es folgt ein kurzer Abstieg, imTalpunkt teilt sich der Weg auf (beide führen wohl zum Putschellerhaus), wobei wir dem linken weiter folgen. In Serpentinen geht es den Berg hinauf, nach einer halben Stunde etwa ist dann das Purtschellerhaus erreicht.
Purtschellerhaus: 1692 m, Alpenvereinshaus, etwa 100 Lagerplätze, Tel. 08652 / 2420, nur im Sommer bewirtschaftet, freundliche Gastwirtin, die gern mit Rat zu Seite steht. Meistens genug frei Plätze, da sehr nah zur Straße.

2. Tag Purtschellerhaus - Rauchfang - Hoher Göll - Großer Archenkopf - Brettriedel - Hohes Brett - Carl v. Stahl-Haus ~ 8 -10 Std. / ~ 1000 m (hoch) / 1000 m (runter)
nur für Geübte / Schwindelfreie! Klettersteigausrüstung noch nicht erfordlerlich, bei Unsicherheit aber empfohlen.
Hinter dem Purtschellerhaus führt ein zunächst leichter Anstieg über einen Kamm hinauf, bald darauf beginnt die erste Kraxelei die in der Schwierigkeit weiter zunimmt. Teilweise ist die Strecke durch Haken und Seile gesichert, so geht es schließlich recht steil die Wand hinauf bis der Rauchfang (2245 m) erreicht ist. Auf dem Grat geht es dann einfacher weiter, nach etwa 45 Minuten (vom Rauchfang aus) wird der höchste Punkt, der Hohe Göll (2523 m) erreicht. Desweiteren verläuft der Weg über die drei folgenden Gipfel, was ein dauerndes auf und ab umjeweils etwa hundert Höhenmeter bedeutet. Der letzte Gipfel stellt das 2341 m hohe "Hohe Brett" dar, nach einigen Minuten über das abfallende Felsplateau zeigt ein stählerner Pfeil den Weg zum Carl v. Stahl-Haus: über ein Geröllfeld geht es zunächst steil abwärts, schließlich über einen bequemeren Weg weiter.Nach einiger Zeit folgt nocheinmal ein steiniger gewundener Abstieg durch ein Gebirgswäldchen. Man sieht das dunkle Carl-von-Stahl-Haus schon einige Zeit bevor man es erreicht. Nach einem langen, anstrengenden Tag genießt man die Unterkunft im
Carl-von-Stahl-Haus (1728 m), Alpenvereinshaus, etwa 70 Lagerplätze, Tel. 08652 / 2752, ganzjährig bewirtschaftet, freundlich - uriger Hüttenwirt, Mitunter wenig Platz, pünktlich Abendessen, wer zu spät kommt ...

3. Tag Carl-von-Stahl-Haus - Schneibsteinhaus - Brennerstube - - Priesbergalm - unterer Hirschlauf - Gotzenalm ~ 4 Std. / ~400m runter / ~300 m hoch
nach dem anstrengenden 2. Tag nun etwaszur Entspannung: Schon vom Carl-von-Stahl-Haus aus ist das Schneibsteinhaus (1668m) gut zu sehen und in etwa 20 min passiert, es geht den Fahrweg entlang weiter bis es links zu Brennerstube (hier kann man noch ein Bergschnäpschen kaufen) abgeht, die wenige Meter nach dem Abzweig liegt. Zunächst geht es wieder, immer noch auf einem Fahrweg, sacht aufwärts, bis man wieder nach einem Abzweig (Richtung unterer Hirschlauf) die Priesbergalm erreicht (Gute zünftige Brotzeit möglich), der malerisch schöne untere Hirschlauf führt einen über Holztreppen auf die Fahrstaße direkt zu Gotzenalm, hier geht es noch einmal in Serpentinen richtig aufwärts. Ist man ersteinmal oben sind es nur wenige Meter zur Gotzenalm (1685m). Von ein kurzer Abstecher zum Aussichtpunkt Feuerpfaffen lohnt die paar Minuten Gehzeit sicher, ein herrliches Panorama auf den Königssee, St. Bartholomä und den gegenüberleigenden Watzman (und Funknetz fürs Handy).
Gotzenalm (1685 m), private Berghütte, seit unserem letzten Besuch stark verbessert (insbes. im Sanitärbereich), etwa 51 Lagerplätze, Tel. 08652 / 69 09 00, nur im Sommer bewirtschaftet. Homepage.

4. Tag Gotzenalm - Wasseralm - Kärlinger Haus ~ 8 - 9 Std. / ~ 900 m runter / ~ 800 m hoch
Von der Gotzenalm geht es weiter nach kurzer Zeit durch schönen Gebirgswald. Der Weg bleibt dabei zunächst etwa auf einer Höhe, bis links dann ein Abstieg über etwa dreihundert Höhenmeter beginnt, bald begleitet einen ein zu linker Hand ein kleines Bächchen, das mann dann bald überquert. Ab hier gewinnt der Weg wieder Höhe, zwischendurch geben die Bäume eine Aussicht über den Obersee frei, schließlich erreicht man nach drei Stunden die Wasseralm (1450 m / als Unterkunft geeignet). Weitere 1,5 Stunden weiter kann man rechts einen kleinen aber sehr lohnenden Abstecher zum Halsköpfl (1716 m) machen, ein weiterer herrlicher Ausblick insbesondere über den Königssee tut sich auf. Vom Halsköpfl aus verliert der Weg wieder Höhe man erreicht und passiert schließlich den kleinen Schwarzensee (1570 m), eine dreiviertel Stunde später den Grünsee (1475 m), den man links liegen läßt. Von hier aus geht es über schier endlos erscheinende Holztreppen 400 Höhenmeter hinauf bis man auf den Weg von St. Bartholomä zum Kärlingerhaus trifft. Man geht hier links und erreicht nach kurzer Zeit den Funtensee an dem das große Kärlingerhaus liegt.
Kärlingerhaus (1638 m), Alpenverein, etwa 180 Lagerplätze, Massenabfertigung, Tel. 08652 / 29 95, nur im Sommer bewirtschaftet. Homepage.

5. Tag Kärlingerhaus - Saugasse - St. Bartholomä ~ 3 Std. / ~ 1000 m runter
Zurück den Weg den man gestern gekommen ist, doch biegt man nicht rechts ab. Nach einger Zeit zweigt links ein aufsteigender Weg zum Wimbachtal ab, man geht ab hier weiter und kurz darauf beginnt der erste steile Abstieg über endlose Serpentinen hinab, man merkt bald warum dieser Weg Saugasse genannt wird. Eine kruze Verschnaufspause gönnt einen das nun vor einem liegende Waldstück in dem es einigermaßen eben durch schönen Mischwald vorwärts geht. Doch schon bald beginnt sich der weg wieder in den endlosen Serpentinen bergab zu winden, besonderes Verbrechen dabei, große Teile des Wege sind zementiert! Eine Tortur für geplagte Füße. Bei schönem Wetter lohnt ein kurzer Sprung ins kühle Naß in den kalten aber sehr klaren Königssee.

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