Bergwandern:
"Rund um den Königsee" 5-tägige Bergwanderung
von Berghütte zu Berghütte
Überblick:
In dem Gebiet läßt sich eine vielfältige Bergwanderung
mit Übernachtung in den Berghütten für verschiedene Schwierigkeitsgrade
zusammenstellen. Im Zentrum steht dabei der malerische Königssee,
um den man auf den umliegenden Bergen herumwandert! Dabei bewegt man sich
um Naturpark Berchtesgadener Land.
Hinweis:
Bergwandern erfordert Vorsicht und körperliche Fitness. Beachten
Sie die Hinweise in der Broschüre "Bergwandern
- sicher und Umweltbewußt" herausgegeben vom Bayerischen
Innenministerium.
1.
Tag Ahornkaser - Purtschellerhaus ~ 40 min / ~ 250 Höhenmeter
Ein kleiner Spaziergang für den ersten Tag, genau richtig um nach
der langen Fahrt sich einen Vorgeschmack auf die nächsten Tage zu
holen. Startpunkt ist ein kleiner Parkplatz an der Roßfeld-Ring-Straße,
einer gebührenpflichtigen Panoramastraße. Der Parkplatz liegt
direkt an der Straße nicht unweit eines Gasthofes Ahornkaser, von
hier aus ist das Purtschellerhaus bereits zu sehen. Vom Parkplatz etwa
30 meter die Straße entlang, dann führt ein Weg ab. Es folgt
ein kurzer Abstieg, imTalpunkt teilt sich der Weg auf (beide führen
wohl zum Putschellerhaus), wobei wir dem linken weiter folgen. In Serpentinen
geht es den Berg hinauf, nach einer halben Stunde etwa ist dann das Purtschellerhaus
erreicht.
Purtschellerhaus: 1692 m, Alpenvereinshaus, etwa 100 Lagerplätze,
Tel. 08652 / 2420, nur im Sommer bewirtschaftet, freundliche Gastwirtin,
die gern mit Rat zu Seite steht. Meistens genug frei Plätze, da sehr
nah zur Straße.
2.
Tag Purtschellerhaus - Rauchfang - Hoher Göll - Großer Archenkopf
- Brettriedel - Hohes Brett - Carl v. Stahl-Haus
~ 8 -10 Std. / ~ 1000 m (hoch) / 1000 m (runter)
nur für Geübte / Schwindelfreie! Klettersteigausrüstung
noch nicht erfordlerlich, bei Unsicherheit aber empfohlen.
Hinter dem Purtschellerhaus führt ein zunächst leichter Anstieg
über einen Kamm hinauf, bald darauf beginnt die erste Kraxelei die
in der Schwierigkeit weiter zunimmt. Teilweise ist die Strecke durch Haken
und Seile gesichert, so geht es schließlich recht steil die Wand
hinauf bis der Rauchfang (2245 m) erreicht ist. Auf dem Grat geht es dann
einfacher weiter, nach etwa 45 Minuten (vom Rauchfang aus) wird der höchste
Punkt, der Hohe Göll (2523 m) erreicht. Desweiteren verläuft
der Weg über die drei folgenden Gipfel, was ein dauerndes auf und
ab umjeweils etwa hundert Höhenmeter bedeutet. Der letzte Gipfel
stellt das 2341 m hohe "Hohe Brett" dar, nach einigen Minuten
über das abfallende Felsplateau zeigt ein stählerner Pfeil den
Weg zum Carl v. Stahl-Haus: über ein Geröllfeld geht es zunächst
steil abwärts, schließlich über einen bequemeren Weg weiter.Nach
einiger Zeit folgt nocheinmal ein steiniger gewundener Abstieg durch ein
Gebirgswäldchen. Man sieht das dunkle Carl-von-Stahl-Haus schon einige
Zeit bevor man es erreicht. Nach einem langen, anstrengenden Tag genießt
man die Unterkunft im
Carl-von-Stahl-Haus (1728 m), Alpenvereinshaus, etwa 70 Lagerplätze,
Tel. 08652 / 2752, ganzjährig bewirtschaftet, freundlich - uriger
Hüttenwirt, Mitunter wenig Platz, pünktlich Abendessen, wer
zu spät kommt ...
3. Tag Carl-von-Stahl-Haus - Schneibsteinhaus - Brennerstube -
- Priesbergalm - unterer Hirschlauf - Gotzenalm ~ 4 Std. / ~400m runter
/ ~300 m hoch
nach dem anstrengenden 2. Tag nun etwaszur Entspannung: Schon vom Carl-von-Stahl-Haus
aus ist das Schneibsteinhaus (1668m) gut zu sehen und in etwa 20 min passiert,
es geht den Fahrweg entlang weiter bis es links zu Brennerstube (hier
kann man noch ein Bergschnäpschen kaufen) abgeht, die wenige Meter
nach dem Abzweig liegt. Zunächst geht es wieder, immer noch auf einem
Fahrweg, sacht aufwärts, bis man wieder nach einem Abzweig (Richtung
unterer Hirschlauf) die Priesbergalm erreicht (Gute zünftige Brotzeit
möglich), der malerisch schöne untere Hirschlauf führt
einen über Holztreppen auf die Fahrstaße direkt zu Gotzenalm,
hier geht es noch einmal in Serpentinen richtig aufwärts. Ist man
ersteinmal oben sind es nur wenige Meter zur Gotzenalm (1685m). Von ein
kurzer Abstecher zum Aussichtpunkt Feuerpfaffen lohnt die paar Minuten
Gehzeit sicher, ein herrliches Panorama auf den Königssee, St. Bartholomä
und den gegenüberleigenden Watzman (und Funknetz fürs Handy).
Gotzenalm (1685 m), private Berghütte,
seit unserem letzten Besuch stark verbessert (insbes. im Sanitärbereich),
etwa 51 Lagerplätze, Tel. 08652 / 69 09 00, nur im Sommer bewirtschaftet.
Homepage.
4. Tag Gotzenalm - Wasseralm - Kärlinger Haus ~ 8 - 9 Std.
/ ~ 900 m runter / ~ 800 m hoch
Von der Gotzenalm geht es weiter nach kurzer Zeit durch schönen Gebirgswald.
Der Weg bleibt dabei zunächst etwa auf einer Höhe, bis links
dann ein Abstieg über etwa dreihundert Höhenmeter beginnt, bald
begleitet einen ein zu linker Hand ein kleines Bächchen, das mann
dann bald überquert. Ab hier gewinnt der Weg wieder Höhe, zwischendurch
geben die Bäume eine Aussicht über den Obersee frei, schließlich
erreicht man nach drei Stunden die Wasseralm (1450 m / als Unterkunft
geeignet). Weitere 1,5 Stunden weiter kann man rechts einen kleinen aber
sehr lohnenden Abstecher zum Halsköpfl (1716 m) machen, ein weiterer
herrlicher Ausblick insbesondere über den Königssee tut sich
auf. Vom Halsköpfl aus verliert der Weg wieder Höhe man erreicht
und passiert schließlich den kleinen Schwarzensee (1570 m), eine
dreiviertel Stunde später den Grünsee (1475 m), den man links
liegen läßt. Von hier aus geht es über schier endlos erscheinende
Holztreppen 400 Höhenmeter hinauf bis man auf den Weg von St. Bartholomä
zum Kärlingerhaus trifft. Man geht hier links und erreicht nach kurzer
Zeit den Funtensee an dem das große Kärlingerhaus liegt.
Kärlingerhaus (1638 m),
Alpenverein, etwa 180 Lagerplätze, Massenabfertigung, Tel. 08652
/ 29 95, nur im Sommer bewirtschaftet. Homepage.
5.
Tag Kärlingerhaus - Saugasse - St. Bartholomä ~ 3 Std. / ~ 1000
m runter
Zurück den Weg den man gestern gekommen ist, doch biegt man nicht
rechts ab. Nach einger Zeit zweigt links ein aufsteigender Weg zum Wimbachtal
ab, man geht ab hier weiter und kurz darauf beginnt der erste steile Abstieg
über endlose Serpentinen hinab, man merkt bald warum dieser Weg Saugasse
genannt wird. Eine kruze Verschnaufspause gönnt einen das nun vor
einem liegende Waldstück in dem es einigermaßen eben durch
schönen Mischwald vorwärts geht. Doch schon bald beginnt sich
der weg wieder in den endlosen Serpentinen bergab zu winden, besonderes
Verbrechen dabei, große Teile des Wege sind zementiert! Eine Tortur
für geplagte Füße. Bei schönem Wetter lohnt ein kurzer
Sprung ins kühle Naß in den kalten aber sehr klaren Königssee.
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