Das liebe
Geld ...
„Wie auch immer: Wahrscheinlich werden Sie sich später eher an die einfachen
als an die kostspieligen Dinge erinnern“ (Selbstreisehandbuch Bd. 1)
Reisen gibt es für (fast) jeden Geldbeutel. Zwar eröffnet Geld mehr
Möglichkeiten, aber es gibt auch dadurch keine Garantien. Im Gegenteil,
Personen die viel Geld in Ihre Reisen investieren laufen in Gefahr die
eigentliche Reiseerfahrung zu verpassen (das hängt natürlich auch vom
persönlichen Geschmack ab, wer einfach nur am Strand abhängen und den Club
besuchen will, soll das ja ruhig tun).
Denn ob Sie auf den Seychellen oder in der Karibik, oder im Pazifik mit
Ihren Mit-Urlaubern im Luxus-Ressort residieren unterscheidet sich nur
geringfügig, die Gäste sind fast überall die gleichen (die Sie auch hier
treffen könnten) und die einheimische Bevölkerung lernen Sie fast
ausschließlich als Hotelpersonal oder Reiseführer kennen, von einigen kurzen
Kontakten abgesehen. Übernachten Sie hingegen als Rucksackreisender in
‚billigen’ Absteigen, benutzen öffentliche Verkehrsmittel, übernachten mit dem
Zelt im Naturreservat oder besuchen ‚günstige’ einheimische Bars und Kneipen, sparen
Sie meist Geld und lernen Land & Leute wirklich kennen...
Spielt Geld
für Sie keine Rolle? Dann brauchen Sie sich über Ihr Budget keine größeren
Gedanken zu machen. Gehören Sie aber zu uns anderen 95% der Bevölkerung, dann
sollten Sie sich vorher einige Gedanken über Ihren Finanzbedarf oder Ihren
verfügbaren Spielraum machen.
Also gilt
es erst einmal Informationen zu sammeln:
-
Was kostet die Ausrüstung,
-
die Impfungen,
-
Versicherungen und Visa,
-
Literatur,
-
die An- und Abreise,
-
die Unterkunft,
o
Miete,
o
Campingplatz
o
Hotel
-
der Transport
o
Autokauf,
o
Mietgebühr,
o
wie hoch werden die Kosten pro Kilometer sein (Sprit,
Gebühren)?
o
Flug-, Zug- oder Bustickets
-
der Lebensunterhalt,
-
die Eintrittsgelder,
und wie hoch sollte
-
die Notreserve
(mindestens 25% !) sein?
All das
gilt es vorher möglichst genau zu klären, dann können Sie Ihren finanziellen
Bedarf abschätzen.
Woher
bekommen Sie diese Informationen? In jedem guten Reiseführer erhalten Sie Angaben hierzu, andere ‚Globetrotter’ können Ihnen von Ihren eigenen Tagesbudget
und Ausgaben berichten, im Internet
können Sie in jedem guten Forum Antworten erhoffen ... Notieren Sie sich die
Ergebnisse, stellen Sie dann eine
Tabelle auf. Wie wollen Sie leben? Wenn Sie Ihren hiesigen Lebensstandard
beibehalten wollen, wird es vielleicht etwas teurer, passen Sie sich etwas an,
können Sie für unsere Verhältnisse unheimlich billig dort leben. Das ist
zumindest in den meisten Entwicklungsländern so, in den Industrieländern ist
das Sparpotential eher eingeschränkt.
Kurz vor der Reise stellt sich die Frage: Wie kann das Geld möglichst sicher,
aber dennoch praktikabel
im Urlaubsland aufbewahrt und mitgeführt werden?
Für Sicherheit sorgen Sie schon einmal durch die Art der Aufbewahrung,
der herkömmliche Geldbeutel in der Hand- oder Hosentasche ist für viele Diebe
geradezu eine Deluxe-Einladung. Taschendiebe entleeren Ihre Handtasche im
Gewühl ohne das Sie das merken und Ihre Gesäßtasche wird Ihnen (genauso wie der
auf dem Rücken getragene Rucksack) mit einem scharfen Messer in
Sekundenbruchteilen aufgeschnitten. Ein unter der Kleidung getragener Geldgürtel, den Sie im guten Fachhandel erhalten ist da wesentlich schwieriger zu
entwenden. Sollten Sie bedroht werden, haben Sie besser einen alten Geldbeutel mit wenig aber nicht zu wenig Barem (vielleicht noch einen alten Reisepass, Führerschein,
Versicherungskarten, usw.) bei sich,
den Sie dann aushändigen können. Das kann Ihnen Geld und Gesundheit retten.
Sind mithin das sicherste Zahlungsmittel im Urlaub. Durch eine
einprozentige Gebühr (die aber fast schon durch den günstigeren Umtauschkurs
ausgeglichen wird) sind die Schecks versichert, bei Verlust erhalten Sie
sie in wenigen Tagen ersetzt. Zu erhalten sind sie bei fast jeder Bank, nähere
Informationen erhalten Sie auch direkt beim Herausgeber American Express. In den USA und Kanada können Sie oft direkt
mit den Schecks bezahlen, in anderen Ländern werden Sie bei (fast) jeder Bank
umgetauscht.
Trotz Kreditkarten
und Travellerchecks kommen Sie ohne
Bargeld nicht weit. In den meisten Ländern dieser Welt empfiehlt sich der US-Dollar, da er fast überall
akzeptiert wird und leicht umzutauschen ist, in Europa gilt das mittlerweile
auch für den Euro. Doch beim Umtausch, ob hier oder im Urlaubsland ist auf ein
paar Punkte zu achten: akzeptiert werden oft nur kleine Scheine (bis zu 20 $), diese sollten auch in einem guten Zustand sein und möglichst nicht älteren Druckdatums sein. Andernfalls wird die Annahme mitunter
verweigert, da die Händler Falschgeld befürchten.
Wollen Sie ein Fahrzeug mieten, benötigen Sie eine Kreditkarte, am besten von Visa, Mastercard oder auch American Express (wobei letztere deutlich seltener akzeptiert wird). In vielen Ländern werden diese Karten flächendeckend angenommen, aber verlassen Sie sich nicht darauf, in manchen Gegenden werden Sie lange nach einer Akzeptanzstelle suchen müssen. Für den Auslandseinsatz verlangen die Gesellschaften auch eine Gebühr, wie hoch die ist hängt von Ihrer Bank ab.
Beachten Sie auch die Sicherheitsaspekte, bei Verlust sollten Sie sofort telefonisch die Karte bei der Gesellschaft als verloren / gestohlen melden, mit Ihrer Nummer kann im Internet manches bezahlt werden, was sie nie bestellt heben, Beträge können (absichtlich) doppelt abgebucht werden, usw.