(Hinweis: kein noch so gutes Selbststudium kann
die Beratung durch den Arzt ersetzen. Die folgenden Informationen erheben
keinen Anspruch auf Vollständigkeit, noch empfehlen Sie eine bestimmte Behandlung,
etc. Es soll lediglich ein Überblick über notwendige Maßnahmen vorgestellt
werden)
Natürlich ist die Gefahr einer Erkrankung abhängig vom Reiseziel, informieren Sie sich daher rechtzeitig welche Gefahren gesundheitlicher Art dort auf Sie lauern! Viele Länder verlangen da nicht viel ab – eine kleine Reiseapotheke und eine günstige Reiseversicherung mag dort völlig ausreichen. Aber die meisten Länder dieser Erde, zumindest sobald sie außerhalb unser „Ersten Welt“ liegen, sind durch Krankheitserreger aller Arten ohne Vorbereitung für uns geradezu lebensgefährlich. Aber lassen Sie sich nicht abschrecken, entgegen verbreiteten Ammenmärchen ist mit der entsprechenden Vorsorge das Risiko zu minimieren. Denn mit entsprechender Vorbereitung ist die Gefahr auf einer deutschen Autobahn zu verunglücken, größer als die einer ernsthaften, irreparablen Erkrankung.
Einer der Wege auf denen uns Krankheitserreger befallen können ist natürlich
der über die Nahrungsaufnahme. Mit einigen unkomplizierten Verhaltensregeln kann man sich effektiv schützen.
WASSER & GETRÄNKE
Wasser sollte immer abgekocht werden! Mindestens eine Minute muss das Wasser sprudeln, bevor zuverlässig alle Keime darin abgetötet
sind. Denken Sie auch an Eiswürfel und an das Zähneputzen. Getränke aus verschlossenen Flaschen und Dosen ist auch hygienisch einwandfrei.
Zwar gibt es physikalische und chemische Wasserreinigungssysteme, beachten
Sie aber, dass diese oft nicht alle Erreger ausfiltern oder abtöten. Informieren
Sie sich daher vorher gründlich.
ALKOHOL kann Ihnen auch ganz ohne Krankheitserreger Kopfschmerzen bereiten.
Denken Sie daran, dass ein anders Klima auch Ihre Alkoholverträglichkeit beeinflusst.
Am besten „never before sundown”. Und manchmal könnten Sie vielleicht einen kühlen Kopf benötigen, wenn dieser
durch Alkohol schon lange nicht mehr klar ist. Schließlich sind Sie in unbekannter
Umgebung!
NAHRUNG (Cook it, boil it or
leave it)
Seien Sie vorsichtig bei Speisen, die leicht verderben können. Frisch gekochte oder durchgebratene Speisen sind ungefährlich. Das gilt nicht mehr, wenn diese
Speisen bereits einige Zeit „lagern“. Rohe und halbgegarte Speisen sind zu
vermeiden.
Früchte, die geschält (von Ihnen persönlich!) werden sind ebenfalls sicher.
Anderes, wie z.B. Salat, sollte nicht gegessen werden. Ältere Wassermelonen
können mit Wasser wieder prallvoll gespritzt werden, und sind dann verseucht!
Gegen ein ganze Reihe von Infektionskrankheiten können Sie sich durch eine Impfung schützen lassen. Da auch eine Impfung mit Risiken verbunden ist, kann hier die Beratung des Arztes nicht ersetzt werden. In einigen Ländern sind Impfungen gesetzlich vorgeschrieben, ohne einen entsprechenden Nachweis kann Ihnen die Einreise verweigert werden. Die entsprechenden Impfungen sollten einige Wochen vor der Reise durchgeführt werden, am besten 2 – 3 Monate vorher, dann kann auch gegebenenfalls genügend Zeit zwischen den verschiedenen Impfungen gelassen werden.
Außer durch Nahrungsaufnahme werden viele Erreger durch Insekten (Stiche, Bisse) übertragen. Der beste und erste Schutz ist daher immer die Vermeidung des Stiches bzw. des Bisses.
MALARIA
...wird durch den Stich der Anopheles - Mücke übertragen, fast eine Viertelmilliarde Menschen erkranken an dieser Krankheit jährlich. Ein Impfung gegen Malaria ist noch nicht möglich. Eventuell kann eine Prophylaxe eingenommen werden, nach Absprache mit dem Arzt, da verschiedentlich schon Resistenzen gegen bestimmte Mittel aufgekommen sind.
Wirkungsvoll verhindern Sie einen Stich mit Hilfe folgender Ratschläge, beachten Sie dass diese Mücke Lichtscheu ist und erst abends und nachts sticht:
- Schützen Sie sich nachts durch Moskitonetze
- Schützen Sie Ihr Zimmer, Zelt, usw. durch Moskitogitter
- Benutzen Sie Repellents (z.B. Autan in Kombination mit einheimischen Mitteln
- Benutzen Sie Insektizide
- Halten Sie sich in der Dämmerung und Nachts möglichst nicht im Freien auf.
HEPATITIS
Gegen Hepatitis A und B können Sie sich impfen lassen. Gegen andere Erreger sind noch keine Impfstoffe entwickelt. Hepatitis B wird durch Blut und Geschlechtsverkehr übertragen. Hepatitis A durch Nahrungsmittel.
GELBFIEBER
... ist, wie die Malaria eine durch Mücken übertragene Krankheit. Eine Wirkungsvolle Behandlung ist nicht möglich, allerdings gibt es eine Impfung, die in vielen Ländern sogar vorgeschrieben ist. In Deutschland kann diese nur durch spezielle Gelbfieberimpfstellen vorgenommen werden.
PARASITEN
Sind beispielsweise Lamblien, Amöben, Hakenwürmer, Adernegel, Leberegel. Beachten Sie folgende Regeln:
- Laufen Sie nicht Barfuss
- Baden Sie nicht in stehenden und langsam, fließenden Gewässern
- Trinken Sie kein unsauberes Wasser
- Essen Sie kein rohes Fleisch und kein rohen Fisch
In der Regel können Parasitäre Krankheiten gut behandelt werden.
MONTEZUMAS RACHE & DURCHFALL
Eine Durchfallerkrankung tritt sehr häufig auf und ist in der Regel für einen gesunden Menschen zu verkraften. Eine entsprechende Diät hilft dem Körber sich zu regenerieren.
WEITERE KRANKHEITEN
Es gibt noch ein ganze Anzahl weiterer Krankheiten, die eine Rolle spielen können, so zum Beispiel: Cholera, Dengue, Diphtherie, Pest, Tbc, Typhus...
Informieren Sie sich welche Krankheiten in Ihre Reiseziel ein Bedrohung darstellen und informieren Sie sich über möglichen Schutz.
Eine nicht zu unterschätzende Gefahr stellen wildlebende Tiere dar Schlangen, giftige Meerestiere, Raubtiere können uns gefährlich werden. Durch umsichtiges Handeln können Bisse und Angriffe verhindert werden. Gehen Sie daher immer überlegt vor. Achten Sie auf schützende Kleidung und festes Schuhwerk. Warnen Sie in der Natur Tiere frühzeitig, indem Sie auf sich aufmerksam machen (Tiere greifen Menschen meist nur an, wenn sie sich selbst angegriffen fühlen). Befolgen Sie Verhaltensregeln die Ihnen gegeben werden.
Stimmen Sie Ihre Reiseapotheke auf Ihre Bedürfnisse ab. Benötigen Sie bestimmte Medikamente?
Empfohlene Bestandteile sind:
- Verbandsmaterialien
- Desinfektionsmittel
- Wundsalben, Salben gegen Juckreiz und Sonnenbrand
- Reisemedikamente (z.B. gegen Seekrankheit)
- Kreislauftropfen, oder ähnliches
- Schmerzmittel
- Erkältungsmittel
- Sterile Spritzenset
Lassen
Sie sich nach einer längeren Auslandsreise von Ihrem Arzt gründlich untersuchen. Rechtzeitig erkannt sind viele Erkrankungen
gut zu behandeln. Sollten Sie nach Ihrer Reise erkranken, sagen
Sie Ihrem Art, dass Sie im Ausland waren, damit er die Möglichkeit hat eine exotische Krankheit auch zu erkennen.
fitfortravel.de
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Das Tropeninstitut München informiert ausführlich,
dort finden Sie auch Adressen von medizinischen Einrichtungen, Reiseärzten
und Gelbfieberimpfstellen
reisemed.com – kommerzielles Institut
für Reisemedizin in Offenbach a. M.