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Landeskunde

Geographie Bevölkerung Staat & Politik Wirtschaft Bildung & Soziales

Kurzübersicht (siehe auch LIS (deutsch) und CIA Report (englisch))

Landesgröße:

Etwa 0,756 Mio. qkm (fast 2x Deutschland)

Einwohner:

Etwa 15,5 Mio.

Sprache:

Spanisch

Staatsform:

Demokratie, Republik

BIP:

Etwa 154 Mrd. U$

Inflation:

Etwa 4%

Arbeitslosigkeit:

Etwa 10% (ohne Schattenwirtschaft)

Armut:

Etwa 22% leben unterhalb der Armutsgrenze


Geographie (zurück)
... des Landes ist geprägt durch die über 6400 km lange Küstenlinie im Westen und die wenige Kilometer östlich verlaufende Andenkette, die in ihrer viventura-ReisenHöhe von Norden nach Süden kontinuierlich abnimmt. Der höchste Berg ist 6880 m hoch. Im Norden des Landes dominiert die trockene Atacamawüste (eines der trockensten Gebiet der Erde, der Mittelteil ist geprägt durch zwei Gebirgsketten (Anden und Küstenkordillere) zwischen denen ein fruchtbares Tal verläuft, im fast noch unerschlossenen Süden schließlich, zersplittert sich die Andenkette, Inseln und tiefeingeschnittene Fjorde bestimmen die Landschaft.

Vulkanische Aktivitäten und Prägungen sind oft zu erkennen, Vulkankegel, Lavaboden, Geysire und Thermalquellen sind Ausdrücke hierfür. Es können daher auch größere Erdbeben vorkommen (In Santiago statistisch etwa alle 20 Jahre).

Bevölkerung (zurück)
Überbleibsel der alten indianischen Einwohner sind nur noch vereinzelt zu finden, im Süden einige Mapuche, noch weiter südlich Feuerländer, im Norden Aymara. Doch 95 % sind spanisch-stämmig oder Spanisch-indianisch gemischt, weitere 2% entstammen verschiedenen Einwanderergruppen, darunter als stärkste Gruppe Deutsche, die sich in der Region von Valdivia angesiedelt haben.

Staat & Politik (zurück)
Chile ist eine Präsidial-Republik. Das Parlament verfügt über zwei Kammern. Die Verfassung stammt aus dem Jahre 1980 und wurde zuletzt 1997 geändert, insbesondere wird in den letzten Jahren versucht den Einfluß der MIlitärs, der auch in der Verfassung festgeschrieben ist, zurückzudrängen. Das Militär hat nachwievor in allen wichtigen Instanzen Mitsprache oder Vetorecht. Die Nachwirkungen der Pinochet-Diktatur sind noch deutlich zu spüren.

Hauptstadt des Landes ist Santiago de Chile.

International hat Chile traditionell gute Beziehungen zu Europa und Amerika, wobei sich das Gewicht langsam zugunsten des USA verschiebt.

Wirtschaft (zurück)
Dieses Land gilt unter Neoliberalen als Musterland Südamerikas. Dieses Wirtschaftwunderland hat, dank der Wirtschaftreformen zur Zeit Pinochets, gute Wachstumsraten hinter sich. Allerdings hat in den letzten Jahren die Asienkrise und die internationale Wirtschaftskrise Spuren hinterlassen und die Arbeitslosigkeit steigt. AUfgrung seiner Wirtschaftsstruktur kann Chile nicht als Entwicklungsland gelten. Doch die rasante Entwicklung hat bei genauerer Betrachtung Schattenseiten: Exportiert werden hauptsächlich nicht erneuerbare Bodenschätze und Naturressourcen, wie beispielsweise Holz. Außerdem haben die Reformen weite Teile der Bevölkerung verarmen lassen

Bildung & Soziales (zurück)
Die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte ging nicht zuletzt auf das Konto des Sozialstaates, weitgehend wird die soziale Sicherung dem Privatmarkt überlassen, mit entsprechenden Folgen für die ärmeren Klassen.

Die Einschulungsquote in Chile beträgt sagenhafte (für Südamerika) 100%, so dass eine Minimalschulbildung jedem zugänglich ist. Allerdings bestehen grosse Unterschiede zwischen den staatlichen und den privaten Schulen. Den Zugang zu Universitäten können sich fast nur die oberen Schichten erlauben, die ärmeren so gut wie gar nicht, aufgrund der relativ hohen Studiengebühren.